Das ZKI unterstützt die humanitären Hilfsmaßnahmen in Südostasien durch aktuelle Satellitenbildkarten
Ein schweres Seebeben (30 km Tiefe, Magnitude 9) hat am Morgen des 26. Dezember 2004 Tsunami-Flutwellen im Indischen Ozean
ausgelöst, welche in den folgenden Stunden vor allem die Küsten von Sumatra, Thailand, Sri-Lanka und Südindien verwüstet haben.
Aufgrund der immensen Ausdehnung der betroffenen Küstenregionen sind aktuelle Aufnahmen von Erdbeobachtungssatelliten zu einem
wichtigen Werkzeug bei der Unterstützung humanitärer Hilfsmaßnahmen geworden.
Im Verbund mit internationalen Partnern wie dem Joint Research Centre (JRC) der EU, UNOSAT, Infoterra UK und SERTIT hat das
Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des DLR die Aufgabe übernommen, aktuelle Satellitendaten zu akquirieren,
zu Bildkarten aufzubereiten und diese Informationen den Krisenteams vor Ort sofort zur Verfügung zu stellen. Dabei konzentriert
sich das ZKI aktuell auf die Regionen Thailand und Sumatra/Indonesien. Die Aktualität der Bildkartierung und ihre große Flächenabdeckung
sind für eine erste Übersicht der aktuellen Situation, die Schadensabschätzung sowie für die Koordination der Logistik vor
Ort von erheblichem Nutzen.
Das ZKI unterstützt mit den dargestellten Dienstleistungen derzeit:
und arbeitet dabei in enger Abstimmung mit dem GMES Service Element RESPOND der Europäischen Weltraumbehörde ESA.
Die in diesem Webserver eingestellten Satellitenbildkarten werden sowohl von archivierten Bilddaten (vor der Flutwelle) als
auch von aktuellen Satellitendaten abgeleitet. Durch den Vergleich solcher Datensätze lassen sich die verursachten Schäden
unmittelbar und quantitativ beurteilen.