Aufgrund der anhaltenden Flüchtlingsproblematik und der einsetzenden Regenzeit im Westsudan besteht für die vor Ort tätigen
humanitären Hilfsorganisationen dringender Bedarf an aktuellem und detailliertem Kartenmaterial. Nach Rücksprache mit UN-OCHA,
dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) wurden zunächst die Krisenregionen um Al Fashir und Al
Junaynah kartiert. Im Mittelpunkt der Auswertungen stand hierbei die Erhebung des Straßennetzes, dessen Zustands sowie die
Passierbarkeit der möglicherweise gefluteten Wadis und Flusstäler. Des weiteren war die Erfassung von Siedlungen und Flüchtlingslagern
und deren aktuellen Größe von Interesse.
Für diese Kartenerstellung wurden Satellitendaten durch die "International Charter on Space and Major Disasters" zur Verfügung
gestellt sowie im Rahmen des ESA GMES Service Elements RESPOND prozessiert und ausgewertet.